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Newsletter Dezember

Liebe Freundinnen und Freunde des Volksvereins Mönchengladbach,

am Nikolaustag senden wir Ihnen heute den letzten Newsletter im Jahr 2012. Er ist wieder gespickt mit Einblicken in die Arbeit des Volksvereins. Zusätzlich laden wir Sie herzlich und dringend ein, die Petition,  die nun endlich doch von der Petitionsstelle des Bundestages ins Netz eingestellt wurde, durch Ihre Zeichnung zu unterstützen. 

Zum weihnachtlichen Geleit senden wir "Eddis" Grußwort aus der VolksvereinsZeitung mit. Daran knüpft im Sinne der Adventszeit die Einladung  zu einer Benefizveranstaltung "Bläserklänge zum Advent" an.
Lesen Sie dann von einigen Entwicklungen und Ideen, die die Arbeit des Volksvereins bestimmen oder inspirieren. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.
Ihnen und Ihren Angehörigen wünschen wir eine ruhige Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest
Ihr "Volksverein Mönchengladbach" und Stiftung Volksverein Mönchengladbach


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Kein Platz...

in der Herberge war für das "traute, hochheilige Paar" Maria und Josef damals in Bethlehem. So erzählt die Weihnachtsgeschichte, wie sie Lukas überliefert hat. In allen Krippenspielen wurde und wird von Kindern diese Szene gespielt, in der die hochschwangere Maria mit ihrem Josef und dem Esel ein Zimmer suchen, in dem das Kind zur Welt kommen könnte. Tausendfach gemalt und besungen wurde und wird die "Herbergssuche" von Künstlerinnen und Künstlern aller Jahrhunderte. 

Die beiden Suchenden bleiben außen vor, draußen stehen, ausgeschlossen. Das Kind muss in einem Stall zur Welt kommen und wird von seiner Mutter in eine Futterkrippe gelegt. Die Menschwerdung Gottes kann eben nicht verhindert werden: das Baby von Bethlehem bestimmt bis heute das Leben vieler Menschen.

Kein Platz ist in Zukunft für die Langzeitarbeitslosen in unserer Gesellschaft, in unserem Staat: das neue Gesetz über die "Instrumente des Arbeitsmarktes" macht Schluss mit der Förderung von Menschen, denen das Unrecht der Arbeitslosigkeit das Leben schwer macht. Sie werden "außen vor" gelassen, draußen stehen gelassen, ausgeschlossen – wie damals Maria und Josef und das Baby. 

Sie alle, liebe Freundinnen und Freunde unseres Volksvereins, haben oft bewundernd und begeistert Aufbrüche des Lebens bei Langzeitarbeitslosen im Volksverein erlebt oder davon gehört: von neuer Menschwerdung.

Deshalb ist Weihnachten das Fest der Arbeitslosen. Die neue Menschwerdung unserer arbeitslosen Mitmenschen kann und darf nicht verhindert werden. Und wenn in unserem Staat kein Platz für unsere langzeitarbeitslosen Freundinnen und Freunde ist, dann machen wir eben – so gut wie wir nur können – unseren Volksverein zur "Krippe" und zum "Stall": wo neue Menschwerdung geschieht!

Deshalb vermehren wir die Zahl der Plätze im selbst finanzierten 14-Stunden-Programm; deshalb sind wir jetzt Ausbildungsbetrieb mit 6 Auszubildenden; deshalb machen wir neue Kleidershops auf; deshalb übernehmen wir den Kiosk in Schulen; deshalb die Offene Tür und das Offene Herz im TaK an der Rudolfstraße! 

Nein, wir resignieren nicht angesichts der neuen Gewalt gegen arbeitslose Menschen. Wir lassen Gott in jedem unserer arbeitslosen Mitmenschen Mensch werden!

"Ohne euch" , die Freundinnen und Freunde des Volksvereins, aber "läuft nichts". "Ohne euch": das Lied von Heinz Rudolf Kunze werdet ihr im Weihnachtsbrief des Volksvereins an euch wiederfinden: 

"Wenn ich weiß, dass ihr da seid
ist mir alles egal
dann kann kommen was will
ich versuch es noch mal"

Wir versuchen es gemeinsam: auch Weihnachten 2011: Platz zu machen für die Arbeitslosen des Volksvereins. Danke für euer Dasein! Danke für eure Solidarität. Danke für eure Hilfe! Allen ein frohes Fest der neuen Menschwerdung für die Arbeitslosen und für euch alle!

Euer Eddi vom Volksverein 

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Achtung bitte Mitmachen: Instrumentenreform - die Petition wurde jetzt doch angenommen:  

Liebe Freundinnen und Freunde des Volksvereins, 

seit Anfang Juli 2011 hat der Koordinationskreis der Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen versucht, seine Petition an den Bundestag unter www.epetitionen.bundestag.de zu veröffentlichen. Nach mehreren Ablehnungen durch den Petitionsausschuss wurde die Petition nun doch veröffentlicht.

Die Petition ist ohne Umwege direkt zu erreichen durch:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=21396
(kann so kopiert in die Adresszeile des Browser eingegeben werden)

Auch wenn die Aktualität, bezogen auf den Gesetzentwurf "Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt", etwas gelitten hat, so geht es doch um den Widerstand gegen die Kürzungen des Eingliederungstitels der Bundesagentur für Arbeit und damit um die Wirksamkeit vernünftiger öffentlich geförderter Beschäftigung. Die Petition im Wortlaut können Sie hier downloaden

Geben Sie diese Nachricht bitte an eure Mailverteiler weiter, damit bis zum 11. Januar 2012 noch zahlreiche Mitunterzeichner/-innen gewonnen werden können.
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Bläserklänge zum Advent

 
Unter dem Motto "festlich-besinnlich-heiter" präsentiert der "Volksverein Mönchengladbach" den Mönchengladbacher Bläserkreis unter Leitung von Stefan Hoppenkamps. Das weihnachtliche Konzert findet am Samstag, 17. Dezember 2011,  um 18.00 Uhr in der Brandts-Kapelle auf der Rudolfstraße 5 in 41068 Mönchengladbach statt. Der Eintritt ist frei. Spenden kommen dem Ausbildungspatenprojekt "teilen und Chancen geben" des "Volksverein Mönchengladbach" zu Gute.

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Ausbildungspatenaktion "teilen und Chancen geben" erfolgreich gestartet

von Hermann-Josef Kronen

Eine erste positive Bilanz kann die Volksvereins-Geschäftsführung im Blick auf die Ausbildungspatenaktion ziehen. Acht Wochen nach dem Start der Kampagne "teilen und Chancen geben" konnten über 80 % der Kosten für das erste Ausbildungsjahr als Spenden eingeworben werden. Immerhin haben etwa 70 Spenderinnen und Spender als Lastschrift- und Dauerspender mit einem Jahresbetrag von 12.000 Euro etwa 25 % der Ausbildungskosten langfristig finanziert. Dazu gibt es zahlreiche Einzelspenden in der Summe von15.000 Euro und eine größere Stiftungsspende von 16.000 Euro.

Mit der Aktion "Sie singen - dm spendet" wurde die Kampagne auch noch durch Ulrike von der Groeben öffentlich bekannter gemacht. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des dm-Marktes auf der Hindenburgstraße wettete die TV-Moderatorin gegen den dm-Markt mit Marktleiterin Christina Holz, dass sie es schafft, mindestens 125 Menschen zum Singen eines Geburtstagsständchens zu bewegen. Die Wette ging für den Volksverein auf. Deutlich mehr Menschen sangen ein "Happy Birthday" in Deutsch wie in Englisch. Die Sangesfreude war so groß, dass die Anwesenden noch ein "viel Glück und viel Segen" im Kanon anschlossen. Eine gelungene Wette und öffentlichkeitswirksame Aktion, die eine 5.000 Euro-Spende des dm-Marktes zur Finanzierung des auf drei Jahre angelegten Projektes beitrug. 

 
Ganz nebenbei war diese Aktion auch der Start für eine neue Form des Spendensammelns.
Erstmalig konnten die Anwesenden durch eine 5 Euro SMS Spende das Projekt Ausbildungspatenschaft unterstützen.
Von den 5 Euro, die dem Handybesitzer jeweils vom Konto abgebucht werden, gehen nach Abzug einer Systemgebühr von 17 Cent 4,83 Euro an den Volksverein.
Ulrike von der Groeben ließ es sich bei der Präsentation dieser neuen Möglichkeit  nicht nehmen, als erste per SMS zu spenden, in dem sie den Anwesenden die nötigen Daten durchsagte und sie gleich in ihr eigenes Handy eintippte.

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CSR - Neue Wege der Unternehmens-Kooperation

Corporate Social Responsibility (CSR) so lautet der schrecklich englische Begriff mit dem die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im "Fachchinesisch" bezeichnet wird. Die Facette der Kooperation von Unternehmen mit Non-Profit-Organisationen wie dem Volksverein war der Gegenstand erster gemeinsamer Überlegungen, die verstreuten und teilweise zufälligen Kontakte systematisch im Rahmen einer Konzeptentwicklung zu erschließen. 

Hierzu lud der Volksverein am ersten Samstag im September einige Unternehmer bzw. Führungsverantwortliche in Unternehmen ein, gemeinsam mit den Bereichsleitern der Arbeitsbereiche und der Geschäftsführung in Austausch zu kommen. Mögliche Erwartungen aus Sicht der Unternehmen an den Volksverein wurden ebenso ausgetauscht wie umgekehrte Erwartungen vom Volksverein an die Unternehmen. 

Es wurde deutlich, dass vielfach nicht ausreichend bekannt ist, wie vielfältig die Arbeitsfelder des Volksvereins sind. Neben zahlreichen Informationen und intensivem Austausch wurden dann auch Kontakte angebahnt und erste Zugänge für Praktikumstellen geschaffen. Und: es wurden Ansätze überlegt, wo eine Unterstützung unseres Ausbildungspatenprojektes ansetzen und wie diese in Verbindung mit Unternehmen aussehen könnte.

Ein Aufschlag zur Systematisierung von Unternehmenskooperationen ist gemacht und der Ansatz soll weiter bearbeitet werden - alle Anwesenden haben sich zur weiteren Zusammenarbeit bereit erklärt. Weitere Informationen bei Hermann-Josef Kronen Tel: 02161-81893-17 oder h-j.kronen@volksverein.de 

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Erwachsene lernen in der Grundschule

von Marion Höver-Battermann

Im Rahmen der Ausweitung der  Bildungsangebote des Volksvereins Mönchengladbach für langzeitarbeitslose Menschen wurde eine Kooperation mit der Gemeinschaftsgrundschule Dohr gestartet. Bei den Überlegungen des Volksvereins, wie man auch eher bildungsferne Menschen mit Angeboten erreichen kann, war man sich schnell einig, dass die Bildung in das Lebensumfeld der  Menschen gehen muss. So konnte im Herbst die Gemeinschaftsgrundschule Dohr/Mülfort dank ihres engagierten Schulleiters und der Lehrerschaft für eine Partnerschaft gewonnen werden.

Im Oktober fand ein erster Abend  statt, an dem die Schule als ein Ort des Lernens für Erwachsene geöffnet wurde. Der Volksverein organisierte mit Herrn Poestges, einem erfahrenen Referenten in der Bildungsarbeit des Volksvereins, einen Informationsabend zu den Möglichkeiten und Gefahren des Internets. Resümee des Abends war, so formulierten es die nachdenklichen Eltern, dass es wichtig ist, für den Umgang mit dem Internet sensibel zu sein, damit man Gefahren für sich und seine Kinder rechtzeitig erkennen kann.  

Der Informationsabend war ein erster gelungener Baustein der Zusammenarbeit, an der auch das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung und das Projekt Home der Stadt Mönchengladbach beteiligt sind.

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Politische Bildungswoche in  Auschwitz Polen
 

 

Am 2. Oktober machten sich 11 Teilnehmer des Volksvereins Mönchengladbach voll Spannung und Interesse auf den Weg nach Auschwitz. Nach einen "Zwischenstopp" in Dresden kamen wir am Nachmittag des folgenden Tages in Oswiecim (poln.: Auschwitz) in der Unterkunft, dem Zentrum für Dialog und Gebet an. 

 Abends legte uns der dortige Seelsorger Manfred Deselears - ehemals Kaplan in der Hauptpfarre Mönchengladbach -  nahe in den nächsten Tagen viel zu hören - hören, auf die Stimme der Erde von Auschwitz, auf das eigene Herz und auf die Menschen denen wir begegnen. 

 

Der Dienstagvormittag war geprägt von der Begehung des Stammlagers Auschwitz I, in dem wir unsere Betroffenheit durch eine Blumenniederlegung und entzünden von Kerzen an der Todesmauer ausdrücken konnten und der Nachmittag von dem Gespräch mit einem Zeitzeugen. Die Ergriffenheit der Gruppe zeigte sich im einsetzenden Schweigen, aber auch in vielen Fragen, die oft nicht beantwortbar sind. 

Durch das Vernichtungslager Birkenau wurden wir am nächsten Vormittag geführt, das uns die Dimensionen des Nationalsozialismus nochmals deutlich vor Augen hielt. Der Besuch der Synagoge von Auschwitz gab uns einen Einblick in das Judentum. 

Eine Stadtführung durch das wunderschöne, historische Krakau am Donnerstag war ein erster Abschluss aus der schwierigen, nicht immer zu begreifenden Thematik. 

Um das an den jeweiligen Tagen erlebte etwas mehr reflektieren zu können, gab es jeden Abend eine Austauschrunde, aber auch ein gemütlich-geselliges Zusammensein. 

Auf der Rückfahrt tat es allen gut, in der entstandenen Gemeinschaft die erlebten Eindrücke nochmals ins Wort bringen zu können. Die Teilnehmer waren sich einig, dass so etwas wie der Nationalsozialismus und der Holocaust nie wieder geschehen darf. Es ist so nötig, immer wieder auf das eigene Herz und die Menschen, die mir begegnen, zu hören und darüber hinaus sich in Gesellschaft und Politik gegen nationalistische Bestrebungen zu engagieren. 

Barbara Roßmadl

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Neue Förderung: Betreutes Wohnen für Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten

Im Rahmen der Konsolidierungsbemühungen ist es der Geschäftsführung gelungen, 6 Plätze für das Programm "Betreutes Wohnen" für Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten neu zu akquirieren. Die Finanzierung übernimmt der Landschaftsverband Rheinland, der auch schon 14 Plätze im entsprechenden "arbeitsorientierten Programm" fördert, mit der Förderung einer halben Stellen im betrieblichen Sozialdienst.  

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Weihnachten im TaK

 Auch dieses Jahr wird im TaK wieder Weihnachten gefeiert: Am 24. Dezember ab 16.00 Uhr Weihnachtsfestessen (mit Anmeldung), um 21.00 Uhr Christmette in der Brandts-Kapelle. Am 25. Dezember gibt es am Nachmittag, Waffeln, Kuchen und allerlei ab 15.00 Uhr. Am 26. Dezember findet ab 15.00 Uhr ein Kinonachmittag statt und um 17.30 Uhr ein festlicher Abschluss mit der Weihnachtsvesper, gestaltet von Christian Herbring.

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Nachrichten - Vorschau: bitte vormerken!!! 

Der 2. Neujahrsempfang der Arbeitslosen ist für Freitag, den 20. Januar 2012 um 16.00 Uhr in der Citykirche Mönchengladbach, Alter Markt geplant. Das katholische Forum für Erwachsenen - und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg und der "Volksverein Mönchengladbach" richten auch im Jahr 2012 diesen Empfang aus. Lassen Sie sich überraschen mit der "Revue" "Vor dem Anpfiff". 

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